Keinen neuen Schulkrieg anzetteln!

Michael Scheffler zu Äußerungen von Herrn Herrn Thorsten Schick MdL im Interview mit der Westfälischen Rundschau / Ausgabe vom 8. April 2010

„Es ist unverantwortlich von Herrn Schick, für den Fall eines Machtwechsels nach der Landtagswahl die Schließung des Burggymnasiums und der Schirrmann-Realschule in Altena anzukündigen, weil angeblich eine ‚Einheitsschule‘ eingeführt werden soll. Das ist das Vokabular des Schulkrieges der 70er Jahre, in dem die CDU eine stellenweise fanatische Kampagne gegen die Gesamtschule führte. Im Landtagswahlkampf 2010 führt die CDU einen neuen Schulkrieg – dies Mal gegen das Hirngespinst einer „Einheitsschule“.

Tatsache ist: Die SPD wirbt für die Einführung einer wohnortnahen Gemeinschaftsschule als Ganztagsschule. Diese Schule nimmt die Kinder nach der Grundschule bis zur 10. Klasse auf. Hier lernen die Kinder in den Klassen 5 und 6 gemeinsam, hier können sie individuell gefördert werden. Danach entscheiden Eltern, Schule und Schulträger gemeinsam, ob es ab der siebten Klasse weiterhin einen gemeinsamen Unterricht geben soll oder ob eine Differenzierung in Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialklassen besser für die Kinder ist. Niemandem wird eine Schulform aufgezwungen, zuallerletzt von der SPD.

Das ist nachzulesen im Landeswahlprogramm meiner Partei. Was Herr Schick auch mit Blick auf die Ziele meiner Partei zum wiederholten Male behauptet, ist schlicht unwahr – und Unwahrheiten werden auch durch häufige Wiederholung nicht zur Wahrheit.

Ich appelliere an Herrn Schick, nicht weiter auf Panikmache zu setzen, sondern sich im In-teresse unserer Kinder und ihrer Eltern an die Fakten zu halten und im Wahlkampf fair zu bleiben.“