„Profitgier hat über soziale Verantwortung gesiegt!“

Im Gespräch
"Unsere Solidarität galt und gilt allen Kolleginnen und Kollegen bei Bilstein!"

„Der Betriebsratsvorsitzende Udo Böhme und der 2. stellvertretende Bürgermeister Andreas Späinghaus bringen es auf den Punkt: Der Beschluss des Aufsichtsrates der Thyssen Krupp AG, den Standort Werdohl zu schließen, ist sozial verantwortungslos. Das ist nichts anderes als ein kalter Triumph der Profitgier über die unternehmerische Verantwortung für ein vormals blühendes Werk und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei Licht betrachtet, ist der Beschluss des Aufsichtsrates das Eingeständnis unternehmerischer Unfähigkeit und des grundsätzliches Desinteresses gegenüber allen Versuchen, gerade auch des Betriebsrates, den Standort Werdohl zu erhalten. Dahinter steckt System: Ein Werk solange ausbluten zu lassen und die Kolleginnen und Kollegen gleichzeitig zu materiellen Opfern und Höchstleistungen anzuspornen, ist zynisch.

Allen, die eine Rettung des Betriebes versucht haben, ist größter Respekt zu zollen. Aber das reicht nicht: Trotz des Votums des Aufsichtsrates muss jetzt alles getan werden, um Bilstein in Werdohl vor der Schließung zu bewahren. Hier ist auch die Politik gefordert. Die SPD im Märkischen Kreis wird sich daran mit ganzer Kraft beteiligen. Unsere Solidarität galt und gilt allen Kolleginnen und Kollegen.“