3. Jugend-Landtag startet: Mert Erduman aus Iserlohn ist für Michael Scheffler dabei

Bis einschließlich Samstag lernen die jungen Leute die Arbeitsabläufe im Landesparlament hautnah kennen: Sie können selbst Themen in Form einer "Aktuellen Viertelstunde" beantragen und debattieren oder an einem Parlamentarischen Abend teilnehmen. Fraktionstreffen, Ausschüsse und Arbeitskreise – das Arbeitspensum ist hoch, eine Sitzung jagt die nächste. Zu den vorbereiteten Themen wurden auch Experten für öffentliche Anhörungen eingeladen. Speziell für die jugendlichen Gäste im Landtag besteht das Angebot, sich auf einem „Markt der Möglichkeiten“ über Institutionen, Stiftungen und Jugendorganisationen der Parteien zu informieren.

Zum Schluss gibt es für die 16- bis 20-Jährigen, ganz wie im wirklichen Landtagsgeschäft, eine hitzige Plenardebatte. Dabei stellen die einzelnen Fraktionen im Plenarsaal den anderen "Parlamentsmitgliedern" ihre Meinung zu den diskutierten Themen vor. Gemeinsam fassen sie am Ende auch Beschlüsse. Das Besondere: Die Beschlüsse der Jugendlichen stehen kurze Zeit später in den Ausschüssen des echten Landtags auf der Tagesordnung.

Die Themen, mit denen sich der Jugendlandtag beschäftigt, wurden von jungen Helfern vorbereitet, die selbst im vergangenen Jahr Teilnehmer waren: "Europa voran bringen" (Europa-Tag, Europa-Fahnen, Auslandspraktika, verstärkte Schulbesuche in den Kulturhauptstädte Europas etc) sowie "Schulen sollen Ehrenämter fördern" (Ehrenamtliche Tätigkeiten auf dem Zeugnis, soziale Praktika, Ehrenämter im Unterricht, Ehrenamtspreise).

Erstmalig wird es in diesem Jahr zum Abschluss einen Jugend-Gottesdienst geben. Er wurde auf Antrag des 2. Jugend-Landtags 2009 initiiert und steht unter dem Thema „Einsetzen für das Gemeinwohl“.