Landtagsabgeordneter Michael Scheffler besucht die Erwerbslosenberatung der Diakonie Mark-Ruhr in Iserlohn

Foto v. l. nach r.: Pfarrer Martin Wehn, Geschäftsführer Diakonie Mark-Ruhr, Michael Scheffler MdL, Ina Thomas (sitzend), Beraterin in der Erwerbslosenberatung Iserlohn und Birgit Buchholz, Fachbereichsleitung Soziale Dienste der Diakonie.

Seit Beginn des Jahres 2011 werden die Erwerbslosenberatungen wieder aus Mitteln des Landes NRW und des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziell unterstützt. Der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Scheffler besuchte die Erwerbslosenberatung in Iserlohn, um sich über die Arbeit vor Ort zu informieren.

„Die Einstellung der Fördergelder im Oktober 2008 war ein Fehler. Eine kostenlose unabhängige Beratung für Arbeitslose und Fragende rund um das Thema Arbeitslosengeld I und Hartz IV sind wichtig.“ Michael Scheffler, Landtagsabgeordneter der SPD, findet bei seinem Besuch in der Erwerbslosenberatung der Diakonie in Iserlohn deutliche Worte. Schließlich hat seine Partei die Konsequenzen aus dieser Einschätzung längst gezogen: „Darum hat die rot-grüne Landesregierung die Finanzierung dieser wichtigen Arbeit wieder aufgenommen.“ Und davon profitierte nicht nur die bereits bestehende Erwerbslosenberatung der Diakonie in Iserlohn. „Wir konnten kurzfristig eine weitere halbe Stelle Erwerbslosenberatung in Werdohl umsetzen“, so Pfarrer Martin Wehn, Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, und freut sich: „Damit ist das Hilfeangebot nun auch im südlichen Märkischen Kreis noch erweitert worden.“
In den ersten sieben Monaten des Jahres kamen bereits 521 Ratsuchende nach Iserlohn und 100 nach Werdohl. Beraterin Ina Thomas erläutert diesen Unterscheid: „In Iserlohn konnten wir auf die bestehende Struktur aufbauen und die Menschen kannten uns schon. Die Kollegin in Werdohl musste diese Arbeit erst bekannt machen.“ Auffällig sei, dass viele Ratsuchende nicht im klassischen Sinne arbeitslos seien. „Viele sind so genannte Aufstocker.“ Diese Menschen haben zwar eine Arbeitsstelle, doch das Einkommen ist so gering, dass es mit Arbeitslosengeld II vom Jobcenter aufgestockt werden muss. Leider sei der Aufschwung noch nicht maßgeblich bei der Zielgruppe der Langzeitarbeitslosen angekommen. Ina Thomas: „Wir möchten die lokalen Akteure, die Arbeitgeber, das Jobcenter und andere relevanten Stellen an einen Tisch bringen.“ In einer solchen Vernetzung könnten dann die Vermittlungserfolge auch für die schwierigeren Zielgruppen verbessert werden.